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Ende des 19. Jh. war die Bebauung auf dem nördlichen Teil der Elbinsel Veddel dominiert durch Gründerzeithäuser mit Einzelhandelsgeschäften, Kleingewerbebetrieben und Gastwirtschaften. Zwischen den Elbbrücken existierte ein vitales Wohn- und Ausflugsquartier, das von einigen Zeitgenossen sogar als "Klein St. Pauli" bezeichnet wurde. Durch Autobahnbau, Hochwasserschutzmaßnahmen und die Einrichtung der Zollstation Veddel gingen fast alle Zeugnisse dieser urbanen Kultur verloren. Nur der Ballsaal am Veddeler Elbdeich 23 überlebte die Jahrzehnte und wurde zuletzt bis 2002 für Musikübungsräume im Keller und als Lagerraum einer Reinigungsfirma im Erdgeschoss genutzt. Von Außen stark überformt, ist doch im Innern noch viel vom früheren Charme erkennbar. (Historische Recherchen: IhreGeschichte - Joachim Räth)

Die Veddel und der Spreehafen markieren das nördliche Präsentationsgebiet der Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA Hamburg). Hier wird sich entscheiden, wie zukünftig die Hamburger Innenstadt enger mit den Elbinseln zusammenwächst. Als Ende 2007 die IBA Hamburg dazu aufrief, Ideen einzureichen, die auf originelle Weise auf den Ort eingehen und einen Mehrwert für die Stadt und den Stadtteil bedeuten, hat Mathias Lintl vom Verein Kunst Bauen Stadtentwicklung (KuBaSta) die Gelegenheit wahrgenommen, dem Ballsaal, wenn auch nur zeitlich befristet, wieder Leben einzuhauen. Ab dem 21 August erwartet Sie dort eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes und seiner Umgebung und ein reichhaltiges Kulturprogramm. Außerdem jeden Mittwoch ab 18 Uhr eine musikalisch-historische Volksküche und interessante Vorträge. Gerne hört sich Joachim Räth, Historiker von der Veddel, ihre Geschichten zum Ort bei den Erzählcafes an, denn am Ende der sechs Woche soll eine kleine Publikation die Erkenntnisse zusammenfassen und dokumentieren. Sie wird am 2 Oktober 2008 um 20 Uhr vorgestellt (die Printausgabe ist auf 100 Exemplare limitiert, kann aber vorbestellt werden).
Ihr Weg zu uns
Am
Besten natürlich mit dem Fahrrad. Von Norden kommend gleich nach
den Elbbrücken rechts. Ausschau halten nach dem Rundbunker an
dem Bahngleise.
Parkplätze für Autos sind vorhanden und Busse fahren auch:
Der 154er vom Berliner Tor (bis 23.21), nachts der 640er zwischen Harburg und Hamburg Rathaus (bis 03.42 außer So.) und natürlich die
S-Bahn
3. Vom Bahnhof Veddel sind es dann ca. 600m, einmal quer durch die
Schuhmacher-Siedlung.
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Alter
Ballsaal ist ein Projekt von KuBaSta e.V., gefördert durch IBA
Hamburg / © 2008 Mathias LIntl